Leben am Limit
Borderline-Störungen im pädagogischen Alltag
Viele Fachkräfte in der Jugendhilfe sind immer wieder mit Jugendlichen mit Borderline-(Entwicklungs-)störung konfrontiert. Die meist weiblichen Jugendlichen zeigen vielfältige Auffälligkeiten, wie Essstörungen, Depressionen, selbstverletzendes Verhalten, Drogenmissbrauch und stark wechselnde Stimmungslagen.
Neben einer Behandlung im therapeutischen Setting bedarf es pädagogischer Fachkräfte, die im Umgang mit den Jugendlichen deren Alltag gestalten. Besonders auffällig in der pädagogischen Arbeit ist, dass Jugendliche mit diesem Störungsbild dazu neigen, sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung in die Kategorien „gut“ oder „böse“ einzuordnen. Kennzeichnend ist auch der oft unvermittelte Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertung von Personen im näheren Umfeld.
Im Seminar wird die Psychodynamik der Borderline-Erkrankung in das Gesamtkonzept der Persönlichkeitsstörungen eingeordnet und differenziert betrachtet. Im zweiten Schritt werden für den Erziehungsprozess aus therapeutischer Erfahrung umsetzbare Methoden (unter anderem DBT) erarbeitet und wichtige Aspekte der Alltagsstrukturierung sowie der Psychoedukation thematisiert. Fallbeispiele können eingebracht werden.
Referenten: Dr. Stefanie Kirchhart
Zielgruppe: Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Professionen
Termin: 28./29.6.2012 von 10 bis 17 und von 9 bis 16 Uhr
Ort: Erbacher Hof
Kosten: 220 Euro (inkl. Verpflegung, ohne Unterkunft)
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MädchenHaus Mainz
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