Mädchen mit Essstörung
Was kann ich als PädagogIn tun? Wo sind meine Grenzen?
Essstörungen zählen in westlichen Ländern zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Prävalenz von circa einem Prozent, Mortalitätsrate bei bis zu zehn Prozent). Diese ernst zu nehmenden Erkrankungen beeinflussen das gesamte Lebensspektrum der Betroffenen und deren Alltagsrhythmen. Eine zunächst „harmlose Diät“ aufgrund von Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper mündet bei einigen Erkrankten im jahrelangen Kampf mit beziehungsweise gegen den eigenen Körper. Betroffen sind überwiegend Mädchen und junge Frauen (90 Prozent); der Altersgipfel des Erkrankungsbeginns liegt bei 14 Jahren.
Neben der detaillierten Auseinandersetzung mit den beiden zentralen Störungsbildern, Anorexia nervosa und Bulimia nervosa, soll im Rahmen des Seminars auch das Problem des Übergewichts (Adipositas) behandelt und eingeordnet werden. Durch die ausführliche Darstellung der theoretischen Grundlagen soll den Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilehmern zunächst ein fundiertes und aktuelles Hintergrundwissen vermittelt werden.
Im zweiten Teil des Seminars werden anhand von Fällen aus der Praxis Möglichkeiten zur sinnvollen Intervention dargelegt, aber auch die Grenzen der pädagogischen Hilfestellung kritisch reflektiert. In einem abschließenden Block werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedene Wege und Mittel der Prävention vorgestellt.
Referenten: Kristina Nehls
Methoden: Interaktiver Vortrag, Falldiskussion, Kleingruppenarbeit
Zielgruppe: Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Professionen
Termin: 3./4.5.2012 von 10 bis 17 Uhr und von 9 bis 16 Uhr
Ort: Erbacher Hof
Kosten: 220 Euro (inkl. Verpflegung, ohne Unterkunft)
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