Referent: Dipl.-Psych. Andreas Behnke
Zielgruppe: Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Professionen
Termin: 28. September 2018, 10–17 Uhr
Ort: Erbacher Hof, Mainz
Kosten: 120 Euro (inkl. Mittagessen, Pausengetränke, ohne Unterkunft)

Anmeldung
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MädchenHaus Mainz
Heidelbergerfaßgasse 14
55116 Mainz
 
oder per Fax an:
0 61 31 - 4 87 50 66

Schädigende Beziehungsstrukturen bei jungen Menschen

Paarbeziehungen junger Menschen sind oft noch nicht wesentlich durch konfliktträchtige Inhalte wie Verantwortungsübernahme, Familien- und Zukunftsplanung oder weitreichende Entscheidungsprozesse gekennzeichnet, doch junge Menschen entwickeln durch ihre ersten Partnererfahrungen bereits eine grundlegende Einstellung zur Partnerschaft selbst. Treten wiederholt ungünstige Partnerschaftserfahrungen auf, so kann es in Folge zur Verinnerlichung dysfunktionaler Rollenvorstellungen, Selbstzweifel oder einer unangemessenen Erwartungshaltung kommen. Persönlichkeitsveränderungen und bestehende psychische Störungen können verstärkt werden oder ein Selbstwertverlust bzw. die Überzeugung „selbst nicht liebenswert zu sein“ kann sich verfestigen, so dass sich diese Folgen auch auf nachfolgende Paarbeziehungen ungünstig auswirken können.

Auch wenn eine eigenständige Paartherapie bei jungen Menschen oft den Rahmen sprengen würde, so können punktuelle Interventionen aus der Paartherapie bei Erwachsenen auch im Rahmen einer Paarberatung junger Menschen zur Anwendung kommen, um ungünstige Verhaltensmuster in Beziehungen zu verdeutlichen und gezielt Hilfestellungen anzubieten. Ziel dieses Seminars ist es, die Persönlichkeitsaspekte, Beziehungsmuster und spezifische Belastungsfaktoren kennenzulernen, die vor allem in Paarbeziehungen junger Menschen das Auftreten von wiederkehrenden Konflikten, unangemessener Verantwortungs- und Rollenübernahme bis hin zu übergriffigem bzw. grenzüberschreitendem Verhalten begünstigen können. Nach einer Einführung in die Thematik und Diskussion werden einzelne Interventionen bzw. Übungen vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese auch in laufende Einzelbehandlungen eingebunden werden können.

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