Referent*in
Florian Hammerle
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Zusatzqualifikation/Fachkunde Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Termin
10. Mai 2027
9 – 16 Uhr
Ort
Onlineveranstaltung
Kosten
N.N.
AD(H)S bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Erscheinungsbild, Hintergründe und praxisbezogene Handlungsmöglichkeiten
Aufmerksamkeitsdefizit oder Hyperaktivitätsstörungen, kurz AD(H)S zählen international mit 5 - 7% und mit 4,33% (in Deutschland) zu den häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen (Akmatov et al., 2018). Früher wurde davon ausgegangen, dass AD(H)S sich „auswächst“. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Erwachsene mit 3-5%, seltener, jedoch ebenfalls betroffen sind (Vos & Hartmann, 2022). Dabei können sich die Symptome, Auswirkungen auf Erleben und Verhalten und Begleitstörungen deutlich verschieben. Neuere Diagnosesysteme wie das ICD-11 führen deswegen abgeänderte Symptomkriterien auf.
AD(H)S kann starke Beeinträchtigungen auf das Leben haben: bei Kindern sind soziale Schwierigkeiten und Probleme im Leistungsbereich anzuführen, während Jugendliche oft zusätzlich Identitätsschwierigkeiten und Begleitstörungen aufweisen. Erwachsene berichten darüber hinaus oft gravierende Nachteile bei Organisation und Struktur im Alltag, sowie emotionale Ausbrüche und partnerschaftliche Konflikte.
Im Rahmen des Workshops werden mit Fallbeispielen und Videos Merkmale und Erscheinungsbilder bei AD(H)S vorgestellt. Dabei steht auch die Spannbreite der Symptome und unterschiedliche Ausprägungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Vordergrund und aktuelle Veränderungen wie durch das ICD-11 werden praxisnah herausgearbeitet.
Um die Störung besser verstehbar zu machen, werden Entstehungsbedingungen und Hintergründe interaktiv entwickelt.
Ein wesentlicher Anteil des Workshops ist die praxisnahe Entwicklung und Vertiefung von Handlungsmöglichkeiten.
Umso eine maximale Anschlussfähigkeit an den Alltag zu gewährleisten, knüpft der Workshop direkt an Arbeitserfahrungen und Fallbeispiele der Teilnehmenden an. Hierbei werden Strategien (insbesondere für Struktur, Organisation und Zeitmanagement, sowie Emotionsregulation) vermittelt und in Rollenspielen und anderen Übungen für den Arbeitsalltag anschlussfähig, vertieft.