Referent*in
Florian Hammerle
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Zusatzqualifikation/Fachkunde Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Termin
26. März 2026
10–17 Uhr
Ort
Räume des MädchenHauses Mainz
Am Kronberger Hof 6
55116 Mainz
Kosten
150 Euro
Depressionen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Erscheinungsbild, Hintergründe und praxisbezogene Handlungsmöglichkeiten
Depressive Störungen im Kindesalter sind mit einer Häufigkeit von 1,1 % selten (Vasileva et al. 2021), während die Raten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit 4–5 % (Maughan et al. 2013) zu den häufigsten psychischen Störungen zählen. Insbesondere bei Kindern und auch bei Jugendlichen können sichtbare Symptome nicht nur mit Traurigkeit, Freudlosigkeit und Rückzug vorhanden sein, sondern auch aggressives und/oder selbstverletzendes Verhalten beinhalten.
Depressive Störungen gehen mit erheblichen Funktionseinschränkungen und Leidensdruck einher, beeinflussen die Schul-, Ausbildungs- und/oder Arbeitsfähigkeit negativ und können mit weiteren psychischen Störungen assoziiert sein (Hoffmann et al., 2012).
Im Rahmen des Workshops werden mit Fallbeispielen und Videos Merkmale und Erscheinungsbilder depressiver Störungen erarbeitet und mit Diagnosesystemen wie ICD-10/11 abgeglichen. Daneben werden Entstehungsbedingungen und Hintergründe interaktiv erarbeitet.
Ein wesentlicher Anteil des Workshops ist die praxisnahe Entwicklung und Vertiefung von Handlungsmöglichkeiten: um eine maximale Anschlussfähigkeit an den Alltag zu gewährleisten, knüpft der Workshop direkt an Arbeitserfahrungen und Fallbeispiele der Teilnehmenden an. Hierbei werden theoriebasierte Strategien sowohl für den Motivationsbereich als auch Veränderungsmöglichkeiten vermittelt und in Rollenspielen und Übungen vertieft.