Referent
Florian Hammerle

Zielgruppe
Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Professionen

Termin
03. Dezember 2019, 10 – 17 Uhr

Ort
Erbacher Hof, Mainz

Kosten
130 € (inkl. Mittagessen, Pausengetränke, ohne Unterkunft)

Anmeldung
Füllen Sie bitte das Anmeldeformular (PDF) vollständig aus und senden Sie es uns per Post an:
MädchenHaus Mainz
Heidelbergerfaßgasse 14
55116 Mainz
 
oder per Fax an:
0 61 31 - 4 87 50 66

It’s better to burn out than to fade away?

Stress ausbalancieren mit Achtsamkeit

Im Jugendhilfekontext kommt es zunehmend zu einer Arbeitsverdichtung, in der in kurzer Zeit viele komplexe Tätigkeiten bewältigt werden und neben der direkten Klientinnen- und Klientenarbeit auch viele administrative Herausforderungen anfallen. Mit Klientinnen und Klienten können schwierige Problemkonstellationen, aber auch das Vorhandensein manifester psychischer Störungen wie beispielsweise Traumafolgestörungen oder Persönlichkeitsstörungen eigene Ressourcen übersteigen und auf der Beziehungsebene sehr fordernd sein. Die Stressbelastung ist bei sozialen Berufen dabei deutlich erhöht (Lloyd, King & Chenoweth, 2009) und geht mit erhöhten Raten an Burn-Out und psychischen Störungen einher.

In diesem Kontext erscheint ein achtsamer Umgang mit sich selbst, mit einem bewussten Steuern der Balance in der direkten Klientinnen- und Klientenarbeit sowie die Kenntnis eigener stressverschärfender Denkmuster und ein hilfreicher Umgang als sehr wichtig für eine langfristige Arbeitsfähigkeit und psychische Gesundheit.

Ziele

  • Vermittlung einer achtsamen Grundhaltung, zu Hintergründen von Achtsamkeit und praktische Achtsamkeitsübungen
  • Auseinandersetzung mit eigenen stressverschärfenden Denkmustern mit Bezug zur Klientinnen- und Klientenarbeit
  • Erarbeiten eines hilfreichen Umgangs mit den Denkmustern mit den Schwerpunkten Akzeptanz und Veränderung

Grundlagen zur Achtsamkeit mit dem Ursprung in der buddhistischen Meditationspraxis und neueren Anwendungsfeldern in der kognitiven Verhaltenstherapie (Kabat-Zinn) werden als interaktiver Vortrag mit Videobespielen und kleineren Übungen eingeführt. Im gemeinsamen Dialog wird hieraus eine achtsame Grundhaltung angelehnt
an Strategien aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) entwickelt und durch viele praktische Achtsamkeitsübungen wie der „Atempause“, dem achtsamen Wahrnehmen von Gedanken und aktiveren Übungen selbst erlebbar.

Stressverschärfende Denkmuster werden an Hand praktischer alltäglicher Situationen eingeführt und
herausgearbeitet.

Im letzten Zielbereich werden mit Methoden aus der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) und der kognitiven Verhaltenstherapie neue annehmende und verändernde Strategien eingeführt und mit den Teilnehmenden direkt geübt.

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