Referent
Florian Hammerle

Zielgruppe
Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Fachgebiete

Achtung: Die Fortbildung muss leider abgesagt werden!
14. Juni 2022, 10 – 17 Uhr

Diese Fortbildung muss leider abgesagt werden!

„Sein oder Nichtsein“

Umgang mit Suizidalität bei Jugendlichen

Für das Jahr 2019 werden nach aktuellsten Daten des statistischen Bundesamtes in Deutschland 9.041 Suizide (stündliche Suizidrate von ~1 Personen) ausgewiesen (Quelle: destatis.de). Während Lebensüberdruss, Suizidgedanken oder auch Suizidversuche in der Kindheit sehr selten vorkommen, nimmt die Häufigkeit ab der Adoleszenz sprunghaft auf Quoten des Erwachsenenalters zu. Neben Suizidgedanken liegt die Rate an Suizidversuchen mit durchschnittlich 500 von 100.000 Personen im Altersbereich zwischen 15–19 Jahren sogar im Vergleich zum Erwachsenenalter im oberen Bereich (Schmidtke, Sell, Löhr, 2008). Im psychosozialen Hilfenetz stellen Gedanken mit unterschiedlichen Graden lebensüberdrüssiger/ suizidaler Ausprägungen häufige Phänomene dar und setzen Helfende oft großer Hilflosigkeit aus.

Die Kenntnis von Hintergründen, der Funktionalität und möglichen Strategien zum Umgang mit Klient*innen erscheint vor diesem Hintergrund besonders wichtig. Ein besonderer Stellenwert sollte dabei auf eigene Kompetenzen und Grenzen des eigenen Handlungsspielraums gelegt werden.

Ziele

  • Vermittlung von Häufigkeit, Entstehungsbedingungen und Funktionalität lebensüberdrüssiger bis suizidaler Gedanken und Handlungen
  • Auseinandersetzung und Entwicklung einer gefestigten Haltung zu Suizidalität
  • Erlernen und praxisbezogenes Üben von Gesprächsführung und Bewältigungsstrategien

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Funktionalität von suizidalen Gedanken und Handlungen. Über Perspektivwechsel wird die Brücke zur eigenen Auseinandersetzung mit Suizidalität geschlagen, um eine sichere eigene Haltung zu entwickeln und individuelle Grenzen des eigenen Handelns mit Klient*innen auszuloten. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der praxisbezogenen Vermittlung von Gesprächsführungsmethoden mit Bezug auf die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) um Handlungsstrategien im Umgang mit Klient*innen zu entwickeln.

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