Referent
Florian Hammerle

Zielgruppe
Fachkräfte der Pädagogik und angrenzender Fachgebiete

Termin
6. Oktober 2020, 10 – 17 Uhr

Kosten
110 Euro

zoom Konferenz
Die Einladung zur zoom Konferenz geht Ihnen ca. 10 Tage vor der Veranstaltung zu. Ca. 30 Minuten vor Beginn ist der zoom Raum online und eine Mitarbeiterin untersützt sie, falls Sie technische Fragen haben.

„Sometimes the worst place is in your head“ – Umgang mit Traumafolgestörungen bei Jugendlichen

ONLINESEMINAR

Nach der UN-Kinderrechtskonvention, Artikel 19, Abs 1 sollen Kinder und Jugendliche vor „jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs“ geschützt werden. Gleichzeitig zeigen Studien, dass die Wahrscheinlichkeit ein traumatisches Ereignis zu erleben für Jugendliche in Deutschland zwischen 16 und 29% liegt (Steil & Rosner, 2009). Bei einem Teil der Betroffenen bilden sich unterschiedliche Traumafolgestörungen, wie die Posttraumatische Belastungsstörung aus, die die Lebensqualität mitunter erheblich beeinträchtigen.

Die Bandbreite an entstehenden Störungen ist oft schwer einzuordnen und kann zu Unsicherheiten sowie eigenen Stresssymptomen (sogenannte sekundäre oder stellvertretende Traumatisierung) bei Helfenden führen. Vor diesem Hintergrund kann die eigene Abgrenzung schwer fallen. Die Kenntnis von Symptomen, Häufigkeit und Hintergründen sowie möglichen Strategien zum Umgang mit Klientinnen erscheint deswegen besonders wichtig. Neben der Erweiterung des Wissens und Handlungsstrategien sollten auch Methoden der eigenen Selbstfürsorge integriert werden, um eine professionelle Distanz zu erhalten.

Ziele

  • Kriterien, Häufigkeit und Entstehungsbedingungen von Traumafolgestörungen
  • Auseinandersetzung und Entwicklung einer professionellen Distanz und eigener Selbstfürsorgestrategien
  • Erlernen und praxisbezogenes Üben von Gesprächsführung und Handlungsstrategien

Der Workshop ist stark interaktiv gestaltet und beinhaltet Frontalunterrichtselemente mit Videosequenzen, Kleingruppenarbeiten mit eigener Auseinandersetzung sowie Rollenspiele mit dem Referenten.An Hand konkreter Fallbeispiele werden Entstehungsbedingungen und Hintergründe anschaulich dargestellt und im gemeinsamen Dialog erarbeitet. Gesprächsführungsmethoden und mögliche weitere Handlungsstrategien unter Beachtung der Grenzen des eigenen Handelns werden mit Bezug auf die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) entwickelt.

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